Eine Sage des Grönegaus aus dem Grönenberger Heimatheft No. 1

Die Riemsloher Hünen waren gut Freund mit ihren Nachbarn, den Riesen auf dem Ravensberg. Vier Wegstunden durch den Grönegau wohnten sie auseinander. Aber das bedeutete für sie nicht viel, denn sie bewältigten die Strecke in einer viertel Stunde, wollte der eine den anderen besuchen. Selbst dann, wenn sie am Tag sehr darauf bedacht waren, mit ihren Riesenfüßen nicht alle blühenden Blumen des Frühlings auf Ihrem Weg zu zertrampeln.

Die befreundeten Riesen backten ihr Brot immer gemeinsam, diese Woche hier, nächste Woche drüben. Einst sollte der Brotteig wieder in den Ravensberger Backofen geschoben werden. Da hörte der Hünenburger mitten in der Nacht ein Geräusch, wie wenn jemand einen Backtrog auskratzte. Schnell sprang er aus dem Bett, knetete seinen Brotteig fertig und lief damit so schnell er konnte zur Burg Ravensberg, damit er ja nicht zu spät komme.

Mit wenigen Sätzen war er drüben. Dort war aber noch alles ruhig, und der Ravensberger Riese lag im tiefsten Schlafe. Der Hünenburger, der in seiner Eile und der Dunkelheit die jungen Blumen, die auf seinem Wege blühten, völlig außer Acht gelassen hatte, weckte seinen Nachbarn und fragte, ob er nicht schon vorhin seinen Teigtrog ausgeschrappt habe. Der schläfrige Riese rieb sich seine großen Augen und antwortete: „Och watt, gong man wier nau Hus, ick hewwe mi blaut ´n bierten achter de Ohrn klegget.“ / „ Ach was, geh mal wieder nach Haus, ich habe mir nur etwas fester die Ohren gekratzt.“

Als sich der Riemsloher Riese im Morgengrauen zurück auf den Heimweg machte, traute er seinen Augen kaum: Einige der jungen Blumen hatte er in der Nacht mit seinen großen Füßen kaputt getrampelt. Ihre Stiele waren abgebrochen, ihre Köpfe steckten wieder in der Erde. Ganz nah bei den Wurzeln. Wie sollte der große Riese mit seinen großen Händen die kleinen zarten Blumen im Grönegau retten?

Los Kinder, helft dem großen Riesen mit euren flinken Händen neue Blumen zu pflanzen, damit sie in Melle in diesem Frühling wieder so schön blühen.

Die befreundeten Riesen im Grönegau
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